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Solarberatungsaktion im Kontext des Solardachkatasters Kreis Gütersloh setzt Investitionen in Höhe von 3 Mio. Euro frei!


Sonne sucht Dach – mit diesem Slogan starteten der Kreis, die Kommunen und weitere regionale Partner im Januar 2013 mit Hilfe des Solardachkatasters von Geoplex eine öffentlichkeitswirksame Solarkampagne, die auch in 2014 fortgeführt wurde. Ein wesentlicher Bestandteil war eine Solar-Beratungsaktion, die fast 400 Hausbesitzern eine kostenlose Solar- oder Sanierungsberatung zu Hause ermöglichte.

Wieviel und welche Maßnahmen wurden nach der anbieterneutralen Beratung zu Hause umgesetzt? Welche Effekte hat das auf die Energieeinsparung und CO2-Minderung sowie auf die regionale Wirtschaft? Wie zufrieden sind die Beratungs-empfänger mit den ausführenden Betrieben? Dies waren wichtige Aspekte der telefonischen Befragung, die im Mai/Juni 2014 in Borgholzhausen, Gütersloh, Steinhagen und Werther stattfand."Obwohl die beauftragten Energieberater in dem kurzen Befragungszeitraum nur 135 der 176 Teilnehmer erreicht haben, liegen uns aus dem Untersuchungsgebiet sehr positive Zahlen vor“, erklärt Ursula Thering. „Bis Mai 2014 sind von den 135 Hausbesitzern insgesamt 47 Maßnahmen umgesetzt worden. Darunter waren 26 Photovoltaikanlagen (drei mit Batteriespeicher) und drei solarthermische Anlagen. Die weiteren Maßnahmen bezogen sich auf die Sanierung der Gebäudehülle oder die Heizungserneuerung“. Weitere 43 Maßnahmen sind bis Frühjahr 2015 geplant. „In naher Zukunft entstehen voraussichtlich weitere 15 PV-Anlagen und zwei Solarthermieanlagen“, freut sich Dorothea Hose, die die Befragungsergebnisse im Rahmen eines studienbegleitenden Praktikums in der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises statistisch ausgewertet hat.

Die bereits realisierten PV-Anlagen besitzen eine Leistung von 200 Kilowattpeak(kWp). Die daraus resultierende jährliche Stromproduktion reicht für etwa 44 Vier-Personen-Haushalte. Die drei Solarthermieanlagen mit einer Gesamtfläche von 30 m2 ersetzen die Wärmemenge von rund 1.100 Liter Heizöl. Die Kohlendioxid-Einsparung der realisierten Anlagen beläuft sich auf rund 100 Tonnen CO2 pro Jahr.

Die telefonisch erreichten Hausbesitzer in den vier Kommunen werden bis Ende diesen Jahres voraussichtlich 1,4 Millionen Euro für 46 Solar- und 44 Sanierungsmaßnahmen ausgegeben haben. „Geht man davon aus, dass für die anderen fünf Kommunen eine ähnliche Summe veranschlagt werden kann, ergibt sich für die gesamte Beratungsaktion ein Investitionsvolumen von 2,5 bis 3 Millionen Euro“, so die Hochrechnung von Studentin Hose. Das Geld bleibt größtenteils in der Region. 98 Prozent der Aufträge gingen an Firmen und Handwerksbetriebe in maximal 30 Kilometer Entfernung. 86 Prozent der beauftragten Firmen sind sogar am Ort des Auftraggebers oder im Nachbarort ansässig. In 93 Prozent der Fälle waren die Hausbesitzer mit der Leistung der ausführenden Betriebe zufrieden bis sehr zufrieden. Nur in drei Fällen wurde das fehlende Angebot und in einem Fall die verspätete Installation einer PV-Anlage kritisiert.

„Wir ziehen nicht nur wegen der ermittelten Zahlen und Fakten eine sehr positive Bilanz“, führt Landrat Sven-Georg Adenauer aus. „Die Stärkung des regionalen Klimaschutznetzwerkes und des Bewusstseins für den Klimaschutz in der Bevölkerung sind wichtige positive Nebeneffekte der Kampagne. Sie helfen uns dabei, den Weg zum energieautarken Kreis Gütersloh bis 2050 erfolgreich weiter zu gehen“.

Der vollständige Bericht kann unter dem folgenden Link heruntergeladen werden: www.alt-bau-neu.de/_database/_data/datainfopool/1411_17_Solarbericht_Endfassung_5MB.pdf


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